Donnerstag, 18.02.2010

Vitale Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg

Dr. Birgit Buschmann
Regierungsdirektorin, Projektkoordinatorin "Districts of Creativity",
Referat Entbürokratisierung, Wirtschaftsmonitoring,
Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

Dr. Birgit Buschmann

Erfindergeist und die Freude am Forschen und Entwickeln werden den Baden-Württembergern traditionell bescheinigt. Doch längst ist der Südwesten auch im Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft ein bundesweit bedeutender Standort – zuletzt konnte man dies auf dem Creativity World Forum 2009 erleben, das vor kurzem in Stuttgart und Ludwigsburg stattgefunden hat.



Dr. Birgit Buschmann

Dr. Birgit Buschmann

Unternehmen in diesen Branchen erwiesen sich seit dem Jahr 2000 als robuster Jobmotor: Im Jahresdurchschnitt wuchs dort die Beschäftigung mehr als doppelt so stark wie in der Gesamtwirtschaft.

Elf Branchen zählen zur Kreativwirtschaft: Film- und Rundfunkwirtschaft, Musikwirtschaft, Designwirtschaft, Architekturmarkt, Buch- und Kunstmarkt, Presse- und Werbemarkt, Markt für darstellende Künste sowie die Software- und Games-Industrie. 2007 erwirtschafteten die rund 28.500 Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg fast 20 Mrd. Euro Umsatz. Dies entspricht 2,7 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land.

Dr. Birgit Buschmann, Regierungsdirektorin im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und Projektkoordinatorin "Districts of Creativity", gibt einen Überblick über die vitale Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg, berichtet, welche Rahmenbedingungen für das Gedeihen der Szene gegeben sein müssen und was einen Standort für die kreative Klasse attraktiv macht.

Die Veranstaltung findet bei Sympra, Agentur für Public Relations, in der Stafflenbergstraße 32 in Stuttgart statt.

 

Donnerstag, 26.11.2009

Hot Topics der Medizintechnik - globale Trends und spannende Innovationen

Prof. Dr. Olaf Dössel Prof. Dr. Olaf Dössel
Leiter des Instituts für Biomedizinische Technik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Dass die Herzaktivität von der Unterwäsche gemessen und das EKG am Hometrainer registriert wird, mag heute noch Utopie sein. Und doch gilt Telemonitoring, die automatisierte Überwachung von Körperfunktionen und die Übertragung der Daten an den Arzt, als zukunftsträchtiges Geschäftsfeld und als Hoffnung für das Gesundheitssystem. So sieht der Verband der Elektronik, Elektrotechnik und Informationstechnik (VDE) allein bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mögliche Einsparungen in Milliardenhöhe.

Andere Sparten der Medizintechnik, etwa Strahlentherapie oder Planung, Simulation und Steuerung von Operationen durch bildgebende Verfahren, erfordern riesige finanzielle Investitionen. 2008 kam die Branche auf knapp 18 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland und investierte neun Prozent dieser Summe in Forschung und Entwicklung.

Kann Deutschland seinen Spitzenplatz in der Weltliga halten, und welche Umbrüche wird es in der Medizintechnikbranche in den nächsten Jahren geben? Diesen Fragen geht die VDE-Studie "MedTech 2020" nach, zu der 700 international führende Experten befragt wurden. Es wird zu einer dramatischen Aufholjagd der asiatischen Länder kommen, die zu Lasten der bisher führenden USA gehen werden, lautet eine der Prognosen.

Über die spannenden Details dieser Studie und die neuesten Innovationen der Medizintechnik in Deutschland informiert Professor Dr. Olaf Dössel, Leiter des Instituts für Biomedizinische Technik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das Team um Dössel hat digitale Computermodelle entworfen, mit denen Diagnose und Therapie von Herzerkrankungen wie Infarkt oder Rhythmusstörungen verbessert werden. Dössel war Präsident des Weltkongresses für Medizintechnik 2009 in München.

Prof. Dr. Olaf Dössel


Gut besuchtes Plenum beim Vortrag von Prof. Dr. Olaf Dössel









Dr. Paul Janositz in der Diskussion mit Prof. Dr. Olaf Dössel









Das "Dreigestirn" der Stuttgarter TELI:
Dr. Paul Janositz, Wolfgang Scheunemann, Jürgen Bause (v.l.n.r.)




 



 >  Download der Präsentation von Prof. Dr. Olaf Dössel  



TELI-Forum Stuttgart – TELI e.V., Regionalkreis Südwest

Die Plattform für den Austausch über medienrelevante Themen aus Technologie, Wissenschaft und Umwelt

Organisation: Jürgen Bause, Dr. Paul Janositz und Wolfgang Scheunemann
TELI e.V.: Journalistische Gründungsmitglieder: u.a. Karl Ammon, Hans Dominik, Kurl Joel, Willy Möbus – Fachliche Gründungsmitglieder: Die Pressechefs von AEG, Berliner Elektrizitätswerke, Lorenz, Siemens, Reichsbahn u.a. – Mitglieder: u.a. Wilhelm Först, Eduard Rhein (Gründer und Chefredakteur der HörZu – mehr dazu hier), Prof. Karl Tetzner. Die Technisch-Literarische Gesellschaft (TELI) e.V. wurde am 11. Januar 1929 im VDI-Haus in Berlin gegründet.
Das TELI-Forum Stuttgart besteht seit 1993. Erster Unterstützer damals: Daimler-Benz.